Landgalerie

Frau sein

24.07.-21.08.2022
Vernissage, 24. Juli, 11.00 Uhr


Diese Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leben, Wirken, Gedanken und Emotionen als Frau sowie ihren Rollen in der jeweiligen Gesellschaft. Diese Ausstellung in der Landgalerie des Kreativhofs Lehmberg ist der Start für die zukünftige Wanderausstellung. Die Ausstellung soll ein sich ständig änderndes und vielfältiges Gesamtwerk darstellen, dass zukünftig Künstlerinnen bestücken, die aus verschiedenen Generationen stammen, unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergrund haben und so ein möglichst vielfältiges Bild der Frau zeigen.

Den Anfang machen die Hünxer Künstlerin Barbara Grimm, Beuys-Schülerin, und Silke Noltenhans, ansässig auf dem Kreativhof Lehmberg, mit Zeichnungen, Illustrationen, Malerei etc.
Der nächste Termin in erweiterter Künstlerinnenschaft folgt im März 2023 im Wasserturm Wesel.

Barbara Grimm: In der formalen Auseinandersetzung liebe ich die gestisch kraftvolle Linienführung und den Einsatz von expressiver Farbe. Die verbleibenden Freiflächen sind gezielt und bewusst als wichtige Ausdrucksträger eingesetzt.
Ich vereinfache die Formen, konzentriere mich auf wesentliche Gestaltungselemente, setze grafische und malerische Mittel nach eigenen psychologischen Befindlichkeiten ein.
Bei meinen größeren Arbeiten wähle ich Acrylfarben. Der schnelle Trocknungsprozess und das kräftige Leuchten dieser Farben unterstützen meine Aussage und kommen meiner künstlerischen Auffassung und der malerischen Ausführung sehr entgegen.

Silke Noltenhans: Ich lege den Schwerpunkt auf grafische Werke in dieser Ausstellung – Druckgrafik, Illustration, Farbstift-Zeichnungen etc. mit sozialkritischen Aspekten, die im eigenen Umfeld erlebt wurden. Meine Reihe „Heldinnen“ sind in Aquarell gemalt und stellen Frauen aus verschiedenen Zeiten mit eigenen Zitaten dar, die bezeichnend für kämpferische Frauen ihrer Zeit sind.


Adib und Razan Khalil : Bilder für den Frieden
21. Mai bis 6. Juni 2022 verlängert bis 19. Juni


In der idyllischen Hofatmosphäre taucht Adib Khalil in den behüteten Mikrokosmos der Landgalerie ab. Seit Adib Khalil 2015 unter dramatischen Bedingungen nach Deutschland floh, malt er „Bilder für den Frieden“. Seit 1982 nahm er an zahlreichen Ausstellungen weit über Syrien hinaus teil und erhielt viele Auszeichnungen. Sein Werk aus der Zeit in Hama musste er aufgrund des Krieges dort zurücklassen. Ein herber Verlust für die sensible Künstlerseele!

Die ausgestellten Bilder sind in Deutschland zwischen 2015 und 2022 entstanden. Khalil entführt den Betrachter in den Symbolismus der arabischen Welt. Bunt, detailverliebt und virtuos vermischen sich Malerei und Grafik. Aber es gibt auch seine Aschebilder, mit Tabakasche gemalte Totenmasken – eine Ehrung von Menschen, die in Aleppo den Tod fanden. Zurzeit lebt und arbeitet er extrem beengt in Kerken. Noltenhans: „Ein Künstler an sich hat in Deutschland oft Existenznöte, aber bei Adib Khalil, seiner Tochter und dem Rest der Familie, schlägt das Schicksal doppelt hart zu!“, daher unterstützt die Geschäftsführerin des Kreativhofs Lehmberg, selbst Künstlerin, den syrischen Künstler, der in seiner arabischen Welt sehr bekannt ist, aber in dieser westlichen Welt bei Null beginnen musste. Diese Privatinitiative wird maßgeblich durch das Jugendreferat des Kirchenkreises Wesel ermöglicht.

Razan Khalil ist 2019 nach Deutschland gekommen und sie hat bereits als Kind an Kunstausstellungen in Hama und Damaskus teilgenommen. Ihre kleinformatigen Porträts und Landschaften werden ebenfalls im Rahmen dieser Ausstellung zu sehen sein.


Alfred Grimm : Kunst aufgestallt
14. April bis 15. Mai 2022



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